Einführung
"GPS" steht
für Global Positioning
System und
erlaubt weltweit exakte Orientierung und
Navigation über Satellitensignale.
Benötigt
wird ein batteriebetriebener
Empfänger in der Größe eines Handy. Aus
den Signalen von mindestens drei Satelliten
wird die Position bestimmt
und aus der Veränderung der Position Geschwindigkeit,
Richtung, zurückgelegter Weg (track) und
Strecke.
Durch
Tastendruck werden Wegpunkte (waypoints) gespeichert
und eine
Serie von waypoints
kann als Route festgelegt
werden. In Verbindung mit einem Computer
können alle diese Datentypen gespeichert
und wieder aufgerufen werden. Höher entwickelte
Software erlaubt die Verwendung von digitalen,
eingescannten oder selbsterstellten Karten.
Die
Genauigkeit der
Ortsbestimmung hängt von der Zahl der empfangenen
Satelliten und deren Position ab. Das frei
für die Öffentlichkeit verfügbare System
ist im Prinzip auf acht Zentimeter genau.
Die handelsüblichen Empfänger könnten bis
zu einer Genauigkeit von einem Meter auflösen,
doch die US-Armee als alleinige Besitzerin
des Systems vermindert bewußt die Genauigkeit
durch einen Zufallsfehler.
Der Wanderer
kann somit "Wegemarkierungen in
der Hosentasche" mit sich
tragen mit einer Genauigkeit von
plus / minus 10 m, was selbst
auf kniffeligen Hochgebirgsstrecken ausreichend
ist. Durch die enorm gesteigerte Empfangsleistung
neuerer Geräte treten Empfangsausfälle
und Fehler durch Reflektionen nur noch
in wirklich engen Schluchten auf.
Selbstverständlich
kann man sich auch mit GPS noch verlaufen,
doch spätestens nach 100 m kann man zweifelsfrei
schliessen, wo und in welcher Richtung
man vom Weg abgekommen
ist und weiß, in
welcher Richtung sich der richtige Weg
befindet.
Eine
ausführlichere
Einführung zum Thema GPS finden Sie bei TRIMBLE®.
Da
wir GPS zur Vermessung für unseren Karten verwenden,
lag es nahe, die Daten den Wanderern zur
Verfügung zu stellen. Erfahrungsberichte,
die uns zugegangen sind, sind ausnahmslos
positiv. GPS wird als wirksame Hilfe verstanden.
Da mag eine Rolle spielen, daß die Routen
nicht von Laien oder Anfängern erstellt
wurden und nicht nur ein paar Punkte einer
lückenhaften Sammlung vorhanden sind, sonder
die gesamten Wegpunkte der Insel. Auf Santo
Antão sind dies 500 von nahezu 10 000 Wegpunkten,
die wir für die Karte aufgenommen hatten.
Wie in der Luftfahrt sollte
man sich auch beim Wandern nie ausschließlich
auf ein Navigationssystem verlassen,
insbesondere wenn dies ein elektronisches
Gerät ist, dessen Batterien verbraucht
sein können oder das durch einen Sturz zerstört
werden kann.
Karte,
Kompaß und Führer sind immer vorrangig!
- GPS nie als alleiniges
Navigationshilfsmittel einsetzen !